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Leibniz Kolleg Hannover

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Karl-Wiechert-Allee 66
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Unterrichtsart

Vollzeit

Angebot

Achtsamkeitsbasierte Entspannungsverfahren in der Schmerztherapie

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Dauer: 26,45h

Abschluss: Teilnahmebescheinigung

Teilnahmevoraussetzungen

Zielgruppe

Heilpraktiker

Pflegeberufe

Medizinische Fachberufe

Psychologen

Trainer / Ausbilder

Sozial- u. Erziehungsberufe

Fördermöglichkeiten

Bildungsprämie/Prämiengutschein

Beschreibung

Achtsamkeitsbasierte Entspannungsverfahren „AES“ für Kinder und Erwachsene in der Schmerztherapie

Die Erkenntnis, sich nicht auf den Schmerz zu fokussieren und ihn dadurch stetig zu verstärken, steht im Vordergrund. Es wird häufig das verstärkte Lenken des Aufmerksamkeitsfokuses auf den Schmerz angenommen, wenn aber durch gezielte Ablenkung vom Schmerz dadurch eine geringere Beachtung herbeigeführt wird, nimmt das Schmerzempfinden ab, somit wird der Schmerz weniger, oder manchmal auch gar nicht mehr, wahrgenommen.

Hilfreich ist es hier, den Unterschied zwischen Wahrnehmung und Bewertung der Schmerzen zu verdeutlichen. Bezogen auf das Verhalten erkennen die Patienten, was ihnen guttut und was sie nicht länger zu tun brauchen.

Die Wirkweise von Aktivierung und Entspannung können sie ebenfalls unter Anleitung gut für

sich selbst definieren. Die Patienten lernen verschiedene Entspannungsmöglichkeiten kennen und koppeln diese im Optimalfall noch mit einer hilfreichen imaginativen Suggestion (z.B. Schmerz verkleinern, Glücksgefühl ausdehnen).

Mentale Elemente und Methoden aus der achtsamkeitsbasierten Schmerztherapie erweitern das Spektrum der therapeutischen Interventionsmöglichkeiten.

Hintergrund

Stellen wir uns für einen Moment einen Säugling vor, der vollkommen entspannt daliegt und

natürlich und tief atmet. Bei jedem Atemzug bewegt sich sein ganzer Körper, sein Blick ist

wach und sein Gesicht und seine Körperhaltung sind offen – das heißt vorbehaltlos.

Er bringt seiner Umgebung eine ganz natürliche Offenheit entgegen und reagiert auf diese

entsprechend mit den Impulsen, die er von innen und von außen erhält.

Dieses Bild ist ein Beispiel für die natürlichen Kompetenzen wie Atmung, Körper und Herz,

wenn sie alle gleichzeitig aktiv sind und dies führt zum Bewusstsein und zur Kreativität.

Hier geht es darum, ein Bewusstsein für die natürlichen Kompetenzen zu schaffen, sich an

sie zu erinnern und sie wiederzuentdecken, um sie als Fundament für ein gutes Lern- und

Entwicklungsumfeld der verschiedenen Verfahren anzuwenden.

Das Prinzip

Der Grundgedanke achtsamkeitsbasierter Verfahren ist es, dass sehr vieles von dem, was

wir denken, fühlen und tun, Folge unbewusster, implizierter Prozesse ist.

Der Behandlungsweg besteht im Aufdecken automatisierter und funktionsgestörter Denk–, Gefühls– und Verhaltensmuster, um diese – aber nicht das Symptom – dann „über Bord zu werfen“.

Dabei ist die Intentionslosigkeit der Beobachtung von zentraler Bedeutung. Eine Beobachtung erklärt, warum Schmerzlinderung sich der willentlichen Steuerung entzieht, d.h. Symptome verstärken sich, wenn man sie weghaben möchte.

Auf das Leben bezogen bedeutet das, dass sie ihr Ziel nicht durch ihr Wollen erreichen, z. B. „Ich will jetzt meine Schmerzen loslassen“, sondern in dem Sie sie wohlwollend akzeptieren und es mit Gleichmut anschauen.

Als Beispiele fungieren Schwierigkeiten beim Einschlafen, Juckreiz, Nervosität, aber eben

auch Schmerzen. Das Ziel besteht darin, Schluss zu machen mit der Gegnerschaft zum beklagten Symptom.

Alle achtsamkeitsbasierten Verfahren sind:

• Ressourcen orientiert im Gegensatz zu defizitorientiert

• Erfahrungsorientiert im Gegensatz zu verständnisbasiert

Bei Achtsamkeit geht es immer um die Konzentration auf den gegenwärtigen Moment ohne die Intention, verändernd eingreifen zu wollen. Es wird immer bewusst ein Standpunkt der inneren Ruhe, durch Verzicht auf Bewertung und Analyse, angestrebt.

Dadurch ersetzt das Erleben und das aktive Annehmen das passive Erdulden und Leiden. Durch den Verzicht auf das uns innewohnende Kontrollbedürfnis für Dinge, die sich unserem Zugriff verwehren, entsteht ein Zustand der Balance – das Loslassen von Verstrickung der Funktionsstörungen, die letztlich aus Schmerz Leid entstehen lassen.

Inhalte des Seminares:

Was ist Entspannung

Ziele von körperlichen Entspannungsverfahren in der Schmerztherapie

Einsatz in der Praxis: Für wen? Wann? Wie?

Entspannung einführen

Entspannungstechniken achtsamer Umgang mit dem Körper

Achtsamkeitsbasierte Schmerztherapie (ABST)

Progressive Muskelrelaxation (PMR)

Autogenes Training (AT)

Imaginative Verfahren

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Beschreibung

Wir vom Leibniz Kolleg Hannover bieten mehr als nur Fortbildungen an.

Als interdisziplinäre Akademie für das Gesundheitswesen bereiten wir Sie auf praktische Weise auf die Anwendung im Berufsalltag vor, bieten ihnen Weiterbildungsmöglichkeiten auf Grundlage neuester wisseschaftlicher Erkenntnisse mit hervorragenden Dozenten, veranstalten wir Schulungen und Workshops, die sie beruflich und persönlich voranbringen.

Seit 1992 entwickeln wir fortlaufend neue Bildungsangebote und Fortbildungskonzepte mit fachlich versierten Dozenten aus ganz Deutschland.

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