Menschen mit Demenz offen begegnen

Die Demenz ist eine Erkrankung, die noch immer häufig mit Scham besetzt ist. Nicht nur bei den Betroffenen selbst, sondern auch bei Angehörigen und außenstehend Personen. Menschen mit Demenz schämen sich für ihre Vergesslichkeit, Angehörige leiden unter dem veränderten Verhalten, Außenstehende wissen häufig nicht mit dem Krankheitsbild umzugehen. Hinzu kommt, dass Menschen mit Demenz aufgrund ihres auffälligen Verhaltens von anderen nicht immer erst genommen werden. Viele „sehen weg“ anstatt „hinzusehen“, meist geplagt durch Unwissenheit und persönliche Berührungsängste.

Dabei wünschen sich Menschen, die an Demenz leiden, nichts mehr als endlich als Teil der Gesellschaft akzeptiert zu werden. Sie wollen den Kontakt zu ihren Mitmenschen aufrechterhalten, an gemeinsamen Aktivitäten teilnehmen und ihr Leben möglichst lange frei und eigenständig gestalten. Umso wichtiger ist es, Menschen mit Demenz offen zu begegnen.

Doch was bedeutet „einander offen begegnen“ bei Demenz?

Es bedeutet Akzeptanz und vor allem Verständnis für Menschen mit Demenz in unserer Gesellschaft. Wer trotz Diagnose Demenz nicht auf Ablehnung stößt, hat es leichter, selbst dazu zu stehen und offen gegenüber anderen Menschen mit der eigenen Krankheit umzugehen. Und dazu kann jeder Mensch in unserer Gesellschaft beitragen.

Sicherlich hast auch du privat oder beruflich schon Berührungspunkte mit Menschen mit Demenz gehabt, arbeitest vielleicht sogar täglich mit ihnen. Nimm dir einmal bewusst ein paar Minuten Zeit und beantworte für dich folgende Fragen:

  • Wie offen bin ich gegenüber Menschen mit Demenz?
  • Habe ich noch Berührungsängste? In welchen Situationen zeigen sie sich?
  • Was würde ich an meiner Einstellung bzw. meinem eigenen Verhalten gegenüber Menschen mit Demenz gern verändern? Was mache ich schon gut?

 

Impulse für mehr Offenheit

1. Sei offen dafür, von Menschen mit Demenz zu lernen.

Menschen mit Demenz lenken den Blick auf das, was wirklich wichtig im Leben ist.
Es ist nicht der viele Besitz, der das Leben reich macht. Ganz andere Dinge bereichern das Leben, z. B. die wärmenden Sonnenstrahlen auf der Haut bei schönem Wetter, ein freundliches Lächeln der Verkäuferin oder wenn sich jemand Zeit für einen nimmt.

2. Behandle Menschen mit Demenz so, wie du selbst behandelt werden möchtest.

Es könnte dir einmal genauso gehen wie dem Menschen, der an Demenz leidet. Jede Person kann zu jeder Zeit in eine Situation kommen, in der sie Hilfe benötigt und auf andere Menschen angewiesen ist. Wir waren als Baby bereits auf die Versorgung der Eltern angewiesen und können im Alter wieder in eine ähnliche Situation kommen. Mache dir dabei immer wieder bewusst, dass du einen Menschen vor dir hast.

3. Versuche, dem Alltag öfter mal die komische Seite abzugewinnen, ohne dabei albern zu sein. Das entschärft so manche Situation.

Denn: Wer sich selbst nicht so ernst nehmen muss, kann andere Menschen dafür umso ernster nehmen – selbst wenn sie seltsame Dinge sagen oder tun.

Lesetipps

Diese Impulse und weitere Tipps zum Umgang mit Menschen mit Demenz findest du in:

Uli Zeller: Kleine Helfer für die Altenpflege. Ich geh nach Hause!

111 Tipps zum Umgang mit Menschen mit Demenz.

112 S., 12,6 x 19 cm, Verlag an der Ruhr, ISBN: 978-3-8346-4043-7; 12,99 €

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