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Die „Heimwäsche“ beseitigt gefährliche Verkeimungen nicht

In vielen Einrichtungen ist es üblich, dass die Arbeitskleidung von den Mitarbeitern mit nach Hause genommen und dort gewaschen wird. Diese Praxis birgt jedoch hygienische Risiken.

© by-studio / Fotolia.com
Der Arbeitsalltag von Menschen, die im pflegerischen Bereich oder im ärztlichen Dienst arbeiten, ist geprägt vom täglichen Kontakt mit Patienten. Auch Stress und Hektik kommen nicht zu selten auf. Daher ist es normal, dass die Dienst- und Schutzkleidung verschwitzt und schmutzig wird, das tägliche Waschen der Kleidung ist also ein Muss. In vielen Einrichtungen ist es gang und gäbe, dass die Fachkräfte ihre Arbeitskleidung mit nach Hause nehmen, um sie dort zu waschen. Oftmals stellt der Arbeitgeber hierfür ein Kleidergeld oder Hygienespüler zur Verfügung. Auch von den Pflegefachkräften selbst wird diese Regelung meistens nicht negativ aufgenommen, schließlich fühlt man sich am wohlsten mit dem eigenen „heimischen Waschmittel“.

Doch in dieser gängigen Praxis gibt es einen nicht zu unterschätzenden Haken: Abseits der sichtbaren Verschmutzung setzen sich auf der Dienst- und Schutzkleidung Verkeimungen ab, die potenziell gefährlich sein können. Um die Keime vollständig zu beseitigen, ist der Umgang mit der Kleidung daher an eine Vielzahl von hygienischen Vorgaben gebunden. Dazu gehören beispielsweise der Wechsel der  Dienst- und Schutzkleidung in hygienisch sensiblen Bereichen sowie entsprechende Systematiken der Entsorgung und gewisse Anforderungen an das hygienische Aufbereitungsverfahren.

Die „Heimwäsche“ birgt Risiken

Diese dringend erforderlichen Rahmenbedingungen für eine hygienisch sichere Aufbereitung der Arbeitskleidung werden allerdings durch die „Heimwäsche“ in keiner Weise erfüllt. Potenziell gefährliche Verkeimungen können mit der eigenen Waschmaschine nicht vollständig abgetötet werden. Grund dafür ist, dass die herkömmlichen Waschmaschinen keine definierte Temperaturhaltezeit sicherstellen – diese ist jedoch für eine vollständige Desinfektion unabdingbar. Die überlebenden Keime werden auf diese Weise in das Wohnumfeld getragen, von denen eine potenzielle Gefährdung ausgeht.

Daher ist es ratsam, sich für das Waschen der Dienst- und Schutzkleidung an eine qualifizierte Wäscherei zu wenden, welche ein gesichertes und hygienisches Aufbereitungsverfahren nachweisen kann. Viele der Einrichtungen, in denen mit Patienten und Pflegebedürftigen gearbeitet wird, machen dies bereits – die Anbieterlandschaft der Wäschereien ist groß. Durch das Waschen der Kleidung bei einer Wäscherei ist Sicherheit für alle garantiert: sowohl für diejenigen, die im Gesundheits- und Sozialwesen arbeiten als auch für ihre Familien, die durch das „heimische Waschen“ mit den Verkeimungen in Kontakt kämen.

Quelle: DTV / Redaktion Rechtsdepesche

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