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Ernährungstipps für den Schichtdienst in der Pflege

Feste Rhythmen begleiten den Menschen ein Leben lang. Taktgeber unserer Rhythmen ist die innere Uhr, die in jedem steckt. Gesteuert wird sie von dem Hormon Melatonin, das mitunter in der Zirbeldrüse produziert und bei Dunkelheit ausgeschüttet wird. Es sorgt dafür, dass wir durch den ansteigenden Melatonin-Spiegel müde werden, wenn es dunkel und Abend wird.

Doch bei Menschen, die im Schichtdienst arbeiten, werden diese Rhythmen erheblich aus dem Takt gebracht. Sie arbeiten entgegen ihrer inneren Uhr, natürlich insbesondere wenn Nachtschichten anstehen. Deshalb ist es besonders wichtig, auf eine gesunde Ernährung zu achten, um Körper und Geist bestmöglich mit der ungewohnten Situation zu vereinen und auf diese Weise gut „durch die Schichten zu kommen“.

Im Frühdienst in drei Etappen essen

Den Ernährungsplan für die Frühschicht kann man sich idealerweise in drei Etappen einteilen. Dazu eignen sich eine kleine Mahlzeit am Vormittag, eine Hauptmahlzeit am Mittag und Zwischenmahlzeiten für den „kleinen Hunger“.

Da nicht jedem nach einem Frühstück in den frühen Morgenstunden ist, kann dies auch durch ein kräftigendes Müsli oder durch Vollkornbrote während der Zwischenmahlzeiten nachgeholt werden. Ansonsten sollte zwischendurch auf leichte Rohkost gegriffen werden, wie etwa Möhren oder Paprika. Zur Hauptmahlzeit darf es dann natürlich auch gerne etwas Warmes sein, solange es nicht allzu schwer im Magen liegt. Magerer Fisch oder mageres Fleisch mit Gemüse bieten sich dafür an.

Zwei feste Mahlzeiten für den Spätdienst

Steht eine Spätschicht an, sollte man sich auf zwei feste Mahlzeiten einstellen: Eine kleinere am Nachmittag sowie eine Kaltspeise am Abend. Suppen, Salate oder belegte Brote bringen einen gut über den Abend und versorgen den Körper ausreichend mit Nährstoffen. Auch nach Feierabend sollte am besten nicht das „große Schlemmen“ folgen, sondern eher ein Abendsnack eingenommen werden.

Fester Rhythmus im Nachtdienst

Gerade in den Nachtschichten fällt es vielen Fachkräften besonders schwer, einen festen Rhythmus für die Mahlzeiten einzuhalten. Idealerweise nimmt man sie aber zu bestimmten Zeiten ein, um seinen müden Punkt weitestgehend abzuwenden. Das Leistungstief wird in der Regel zwischen zwei und fünf Uhr erreicht, weshalb kurz zuvor noch eine nahrhafte Speise eingenommen werden sollte, die nicht zu schwer im Magen liegt. Obst, Salat oder Joghurt können dann ab etwa vier Uhr als Zwischenmahlzeit folgen.

Darauf sollte man sonst noch achten:

- Viel trinken! (Tee, Wasser)

- Vor dem Schlafen nicht zu schwere Kost essen!

- Keine fettigen und üppigen Speisen während der Schicht zu sich nehmen!

- Die Pausenräume nutzen! Abschalten gelingt dort besser als am Arbeitsplatz.

- Falls möglich, sollten in den jeweiligen Schichten feste Zeiten für die Mahlzeiten eingehalten werden (sofern der Zeitstress dies zulässt), damit der Körper zumindest innerhalb der Schichten einem Rhythmus unterliegt.

Quelle: Redaktion Rechtsdepesche

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